„Zwischen der Idee, ein SUV zu erwerben, und dem tatsächlichen Kauf fehlt ein Anreiz, auf den Entscheidungsvorgang Intelligenz anzuwenden.“

Tiger Woods gibt wirklich alles, um die Richtigkeit dieser These zu bestätigen.
Im Februar 2021 verlor er auf einer abschüssigen Straße die Kontrolle, überschlug sich und wurde dabei schwer verletzt.
Vor kurzem wollte er einen Lkw mit Anhänger überholen, touchierte diesen – und überschlug sich.
Viele Menschen haben in ihrem ganzen Leben noch nie ein Auto gesehen, das sich überschlagen hat. Tiger Woods ist dies gleich zweimal passiert. Wie kann das sein?
Es ist durchaus möglich, dass seine Fahrkünste nicht die besten sind. Zudem wird gemunkelt, dass er diesmal unter dem Einfluss von Medikamenten stand.
Es könnte aber noch einen weiteren Grund geben: Tiger Woods war in beiden Fällen in einem SUV unterwegs (2021 ein Genesis GV80 und 2026 ein Land Rover).
Über diesen Autotyp weiß das Insurance Institute for Highway Safety (IIHS) in den USA Interessantes zu berichten: „Pick-ups und SUVs sind häufiger als Pkw in tödliche Unfälle mit nur einem Fahrzeug verwickelt, insbesondere in Überschläge.“
Der Grund ist schnell erklärt:
- SUVs sind höher gebaut als normale Pkw
- Dadurch liegt ihr Schwerpunkt weiter oben
- In Kurven oder bei abrupten Ausweichmanövern entsteht ein stärkeres Kippmoment
Je höher der Schwerpunkt, desto leichter „kippt“ das Auto zur Seite. So einfach ist das.
Das hat böse Folgen (Quelle: Chatgpt):
- Bis zu 38 % der tödlichen Überschläge betreffen SUVs, aber nur ~21 % normale Autos.
- Fahrzeuge mit hohem Schwerpunkt können bis zu doppelt so häufig kippen wie flachere Fahrzeuge
Wie kann es dann sein, dass SUV als sicherer gelten?
Dazu schreibt das IIHS: „Pickups und SUVs sind in der Regel schwerer als PKWs, sodass es bei Unfällen mit mehreren Fahrzeugen seltener zu Todesfällen unter den Insassen von SUVs und Pickups kommt.“
SUV sind dann sicherer, wenn sie kleinere Autos als Knautschzone missbrauchen. Es ist ein tödlicher Kampf von groß gegen klein:

Tiger Woods hat das nun schon zweimal gar nichts genützt – im Gegenteil.
Wird er sich zukünftig für ein Auto mit etwas größerer Toleranz gegen Fahrfehler entscheiden? Oder werden wir in fünf Jahren von seinem nächsten Überschlag in einem Stadtgeländewagen hören?
Bildquelle: Erster Link im Text

Ich finde die Website super und schaue regelmässig nach Updates vorbei. Die Beiträge waren inhaltlich bisher sehr interessant und lehrreich, darum sei der Ausrutscher mit Tiger Woods verziehen, welcher nur mit Mühe mit den Akkupacks auf Rädern in Zusammenhang gebracht werden kann. Oder habe ich etwas nicht verstanden?
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Lassen Sie mich raten: Sie fahren ein SUV?
Stadtgeländewagen halte ich für eine der staatlichen Durchsetzung der E-Mobilität durchaus vergleichbare Fehlentwicklung, die der Gesellschaft große Kosten aufbürdet. Details finden Sie auf den Psiram-Seiten.
Ich will SUV ja nicht verbieten lassen, erlaube mir aber durchaus Kritik daran.
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Alles klar, nun sehe ich Ihren Zusammenhang. Vielen Dank für die Erklärung. Ich selbst fahre einen 3er BMW als Benziner und bin kein Fan von SUV. 🙂
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